Daten zu Retail-Immobilien Hamburg: Konzentration auf Top-Lagen

Hamburg: Die Nachfrage nach Ladenlokalen in den 1A-Lagen des Hamburger Einzelhandelsmarkts ist ungebrochen hoch. Das ergibt der Retail Market Report 2011 zur Entwicklung deutscher Einzelhandelsstandorte im vergangenen Jahr, den BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) Anfang März veröffentlichen wird.

Chantal Schaum für BNP Paribas Real Estate

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„Besonders beliebt sind die beiden Konsumlagen Spitaler- und Mönckebergstraße mit ihrem attraktiven Branchenmix und den höchsten Passantenfrequenzen der Innenstadt“, so Christoph Scharf, Bereichsleiter Retail-Vermietung von BNP Paribas Real Estate. „Während im vergangenen Jahr in der Mönckebergstraße kaum Bewegung war, wurden in der Spitalerstraße mehrere Flächen neu vermietet. Esprit und Budnikowsky haben sich beispielsweise die Neubauflächen, die nach dem Umbau des Karstadt Sporthauses errichtet werden, gesichert. Darüber hinaus hat Rossmann die Top-Lage Spitalerstraße 4 angemietet und bereits eröffnet.“ Auch in der beliebtesten Niveaulage Hamburgs am Neuen Wall war die Nachfrage 2010 konstant hoch mit beispielsweise Abschlüssen von Stefanel, Gant und Lacoste. In der Konsumlage Poststraße wird derzeit die Alte Post neu errichtet, in der unter anderem Tommy Hilfiger einen neuen Flagship-Store eröffnen wird. Bereits eröffnet hat Navyboot einen rund 400 Quadratmeter großen Store in der Poststraße 2–4. Ein weiteres Highlight entsteht derzeit in bester Lage am Jungfernstieg, wo sich nach dem Umbau der ehemaligen Beutin-Flächen Apple niederlassen wird.

Die größte Nachfrage ging mit 54 Prozent wieder von der Bekleidungsbranche aus, die damit unangefochten an der Spitze steht. Sie baute ihren Anteil gegenüber dem Vorjahr aus und mietete durchschnittlich größere Ladeneinheiten an. Die Branchen Lederwaren/Schuhe und Schmuck liegen mit jeweils gut 15 Prozent auf dem zweiten Rang.

Alle Flächensegmente stark nachgefragt, Nachfrageüberhang in den Top-Lagen

Die Verteilung der Abschlüsse auf die verschiedenen Größenklassen war 2010 vergleichsweise homogen. Mit 23 Prozent wurden größere Flächen zwischen 500 und 1.000 Quadratmetern am stärksten nachgefragt, das Segment zwischen 60 und 120 Quadratmetern landet mit gut 19 Prozent auf dem zweiten Platz.

Das Flächenangebot hat sich im vergangenen Jahr kaum verändert. Insbesondere in den beiden Konsumlagen Spitaler- und Mönckebergstraße übertrifft die Nachfrage das Flächenangebot deutlich. Neue Projekte in der Spitalerstraße ermöglichen jedoch Neuanmietungen, wozu zum einen der Um- und Neubau des Karstadt Sporthauses sowie zum anderen die projektierte Umgestaltung der HSH Nordbank Shopping Passage gehört. „Die Flächenknappheit in den Top-Lagen wird sich jedoch auch 2011 nicht wesentlich ändern, da Filialisten nicht bereit sind, Kompromisse bei der Lagequalität ihrer Shops einzugehen und auf das deutlich größere Angebot der B-Lagen auszuweichen“, erläutert Christoph Scharf.

Spitzenmieten können teilweise noch zulegen

Die Höchstmieten der Hamburger 1A-Lagen stiegen leicht, wobei insbesondere Filialisten aus den Bereichen Bekleidung und Lederwaren/Schuhe bereit sind, hohe Mietpreise für Top-Lagen in Kauf zu nehmen. Im Bereich der Gastronomie werden vermehrt höhere Mieten gezahlt, um Standorte im starken Wettbewerb zu sichern. Mit …

 

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